Basisdemokratisch ?

Grüne Vorwahlen        

Leidensweg eines Grünen Vorwählers:

2. Prüfung (08.07.09)

Liebe grüne Gesinnungskommission!

 

Was aus Spaß begonnen hat, scheint nun ernst zu werden. Meine erste Intention, „Mitglied“ bei den grünen Vorwählern zu werden, waren u. a. der Ärger über das ängstliche Schielen der Grünen nach der bürgerlichen Mitte und eine damit im Zusammenhang stehende, für mich nicht klare, notwendigerweise linke (vor allem vermittelte) Positionierung in sozialen Fragen, die Demontage von Johannes Voggenhuber und die Lifestyle - Attitüde der Parteichefin. Die Grünen sind für mich seit Jahren die einzige wählbare Partei, von Wahl zu Wahl mit mehr Bauchweh als zuvor.

 

Nachdem sich die politische Ausrichtung der Landes- und Bundespartei doch in einigen Dingen unterscheiden, und die Wiener Grünen ein Sammelbecken verschiedenster, mir eher nahe stehender Protagonisten sind, fühle ich mich dort noch am Besten aufgehoben.

 

Ich wohne im gerade noch von der ÖVP regierten 4. Bezirk und kann mir eine partielle Mitarbeit dort vorstellen. Gegen das Grundsatz- programm von 2001 gibt es naturgemäß nichts zu sagen, damit kann ich mich guten Gewissens einverstanden erklären.

 

Völlig unverständlich ist für mich der öffentliche Umgang mit und die willkürliche Ablehnung von Grünen Vorwählern, es entsteht der Eindruck, die Kandidaten suchen sich ihre Wähler aus.

 

Nach wie vor in freudiger Erwartung auf die Zulassung zu den Wiener Vorwahlen. Manfred Ponholzer

 

 

Vorzensur (30.06.09)

Lieber Manfred Ponholzer,

 

Vielen Dank für Ihr Interesse, UnterstützerIn der Grünen Wien zu werden. In den letzten Wochen hat der Landesvorstand der Grünen Wien eine intensive Debatte darüber geführt, wie die Grünen gleichzeitig für neue Menschen offen sein können, aber auch die Identität einer gemeinsamen Partei bewahren. Es ist klar, dass wir neue Menschen brauchen, um uns entwickeln zu können. Daher betrachten wir jede und jeden Einzelnen, der zu den Grünen stoßen will, als Chance.

 

Gleichzeitig wissen wir, dass eine Partei, die ein hohes Maß an interner Demokratie versucht, auch die Bereitschaft von Allen braucht, sich daran zu beteiligen. Es hat in Österreich, gerade auch in der jüngeren Vergangenheit, schon mehrere Versuche gegeben eine Partei ohne angebundene Menschen zu entwerfen. Dabei hat sich herausgestellt, dass Geld, bekannte Gesichter und ein Programm nicht reichen.

 

Aus Ihrem Ansuchen, UnterstützerIn der Grünen zu werden, konnten wir diese uns wichtige Bereitschaft noch nicht herauslesen, da das von Ihnen verwendete Formular einige Felder nicht enthält, die Bestandteil des offiziellen Antragsformulars sind (siehe: http://wien.gruene.at/uploads/media/Beitrittsformular_2009-1.pdf ). Uns ist wichtig zu erfahren, wofür sich unsere UnterstützerInnen und Mitglieder interessieren, um sie innerhalb der Organisation entsprechend andocken und vernetzen zu können.

 

Daher ersuchen wir Sie, uns in einem kurzen Antwortschreiben zu erklären, wie sie sich eine Beteiligung an den Wiener Grünen vorstellen können. Der dazugehörige Text aus den Statuten lautet: * 5.7.1 Wer der Landespartei gegenüber erklärt, dass sie/er sich mit den Grundsätzen und dem Programm der GRÜNEN - GRÜNE ALTERNATIVE WIEN einverstanden erklärt und bei der Partei mitarbeiten und mitentscheiden will, ohne Parteimitglied zu sein, erwirbt mit Aufnahme durch den Landesvorstand den Status einer Unterstützerin/eines Unterstützers. Wir würden uns freuen, wenn Sie uns Ihre Antwort per Mail bis zum 8. Juli zukommen lassen könnten, da danach keine Landesvorstandssitzung innerhalb der laut Statut vorgegebenen Frist (15. Juli) mehr stattfindet, um eine Aufnahmeentscheidung zu treffen.

 

Mit nochmaligen Dank für Ihr Interesse

Robert Korbei Landesgeschäftsführer der Wiener Grünen

 

 

Zwischenergebnis (23.06.09)

 

Lieber Manfred,
da wir in den letzten Monaten über 700 Anträge erhalten haben, und jeder einzelen eine Zustimmung des Vorstandes bedarf, ist es leider zu Verzögerungen gekommen. Es werden aber alle noch offenen Anträge fristgerecht vor dem 15. Juli behandelt werden.

 

mit lieben Grüßen
Miriam Grafl
Sekretariatsleitung
Landesbüro der Wiener Grünen

 

 

1. Prüfung (21.06.09)

 

Liebe Freunde von den Wiener Grünen!

Ich habe zu meiner Registrierung als Grüner Vorwähler bis jetzt noch nichts von Euch gehört. Der Termin zur Landtagswahl im Oktober 2010 rückt aber näher und verheißt für die Grünen, wie die letzten Wahlen gezeigt haben, nichts Gutes.

Nachdem es für euch recht wichtig zu sein scheint, möchte ich mich und meine Gesinnung kurz vorstellen:

  • Ich bin, nicht nur seit vielen Jahren beruflich, sondern auch privat ein guter Mensch.
  • Die von mir besuchten Lokale zeichnen sich durch einen überwiegenden Anteil von politisch korrekten Menschen aus.
  • Hin und wieder führe ich Gespräche zur politischen Situation und suche mit FreundInnen nach Möglichkeiten, aktiver an der politischen Gestaltung teilzunehmen.
  • Ich besitze kein Auto (aber eine Monatsmarke der Wiener Linen) und beschränke Flugreisen auf ein unbedingt notwendiges Ausmaß.
  • In meinem Bekanntenkreis gibt es einen überdurchschnittlich hohen Anteil von Gerade-noch-GrünwählerInnen (geschlechtergerechte Ausdrucksweise!), natürlich ein paar verstockte Altlinke, wenn nicht gar KommunistInnen, auch nicht wenige Fans von Johannes Voggenhuber (der sich ja leider nur durch Sachkompetenz ausgezeichnet hat).
  • Die Anzahl, der Demonstrationen an denen ich teilgenommen habe, ist nicht gerade gering, hin und wieder wurden dabei auch heutige grüne Mandatare wahrgenommen. Manche von ihnen hat man wegen einer Art Vermummung nicht immer erkannt.
  • Ich habe 7 Tage und Nächte in der Hainburger Au verbracht, das kommt dem ca. 50maligen Verteilen von Flugblättern oder ähnlichen Aktivitäten gleich (ohne Nachtzulagen). Dies scheint ja nicht unwesentlich zu sein.
  • Ich bin noch in keinem Lifestilemagazin vorgekommen – habe allerdings auch keine Kinder.

In der Hoffnung, dass ich Eure Aufnahmekriterien erfüllen kann und in freudiger Erwartung auf die Zulassung zu den Wiener Vorwahlen

Manfred Ponholzer